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Notiere deine Gedanken über dich, daraus entstehen häufig Glaubenssätze.

So löst du deine Glaubenssätze in 3 Schritten auf

Früher habe ich mit Freude und Neugier die Blogs und Posts meiner Kolleg*innen auf Instagram oder Facebook gelesen: „Wow, was ein toller Mehrwert! Die machen das so gut, diese schöne Sprache und wie sie alles auf den Punkt bringen. Da könnte ich bei mir auch noch dran feilen. Vielleicht sollte ich mal einen Kurs dazu machen. Bei mir klingt das alles noch so hölzern und nach Geschwafel. Eigentlich klingt das bei mir richtig blöd. Eigentlich kann ich überhaupt nicht schreiben und es interessiert doch eh keinen!

DIE SIND ALLE VIEL BESSER ALS ICH UND ICH WERDE NIE NIE NIE SO GUT SEIN!!!

Schwups – da ist sind! Meine früheren Glaubenssätze:

  • Ich kann das nicht.
  • Es interessiert niemanden, was ich zu sagen habe.
  • Alle anderen sind besser als ich.

Kennst du auch solche Gedankenkarussels?

Mittlerweile habe ich meine stärksten Glaubenssätze im Griff und lese die Blogs und Posts meiner Kolleg*innen mit noch mehr Freude.
Und du kannst es auch lernen. Mit den folgenden 3 Schritten erkennst du sie sofort und wandelst sie in Mutmacher und Freudensätze um.

1. Lerne deine Glaubenssätze kennen

Hörst du dich manchmal sagen:
„Warum bekommt Julia das alles unter einen Hut und ich nicht? Die hat 3 Kinder und zu Hause und bei ihr ist es trotzdem immer aufgeräumt.
Oder: Ständig vergesse ich etwas bei der Arbeit. Miriam passiert das nie. Das kann doch nicht so schwer sein! Warum klappt das bei mir nicht? Was stimmt eigentlich nicht mit mir????

Perfekt! Denn jetzt kannst du dich auf die Suche nach deinen Glaubenssätzen und Überzeugungen machen.

Nehmen wir die Sätze oben mal auseinander:

  • „Warum bekommt XY das alles unter einen Hut und ich nicht? Die hat 3 Kinder und es ist trotzdem immer aufgeräumt bei ihr.”
    Deine Glaubenssätze könnten lauten: Ich habe mein Leben nicht im Griff. Ich bin schwach.
  • “Ständig vergesse ich etwas bei der Arbeit. Miriam passiert das nie.”
    Ich kann mich nicht organisierten. Andere sind besser als ich.
  • “Das kann doch nicht so schwer sein! Warum klappt das bei mir nicht?”
    Ich kann das nicht. Bei mir läuft nichts.

Vielleicht ist dein limitierender Glaubenssatz auch: „Ich bin es nicht wert“. Vermutlich lässt du anderen gerne den Vortritt und nimmst dich und deine Wünsche zurück.

Oder: „Ich muss es immer allen recht machen, sonst mögen sie mich nicht“. Hier sind die anderen ebenfalls wichtiger, als du.
„Von nichts kommt nichts“ oder „Ich muss immer 100% geben“. Dann ist viel arbeiten für dich vermutlich normal und Fehler tabu.

Du siehst, es gibt viele Glaubenssätze, aber es lohnt sich, auf die Suche zu gehen!

2. Nimm deine Glaubenssätze an

Deine Glaubenssätze und Überzeugungen sind da. Akzeptiere sie, denn wenn du sie verdrängst und in den Keller sperrst, werden sie bei nächster Gelegenheit nur umso härter auftreten.
Sie anzunehmen gelingt dir so:

Erkenne die positiven Aspekte deiner Glaubenssätze

Deine Glaubenssätze sind nicht nur böse. Sie haben auch immer eine positive Seite und können dir Energie geben. Nehmen wir als Beispiel meinen Satz:

“Alle anderen sind besser als ich.”
Dieser Satz kann mich motivieren, mich weiterzubilden und zu lernen, um meinen Vorbildern näher zu kommen. Ich kann reflektieren, was ich richtig gut kann oder welche übermäßigen Erwartungen ich an mich stelle.

„Sei liebenswürdig“. Du bist vermutlich in der Lage, liebevolle Beziehungen zu führen. Du bist hilfsbereit, empathisch, hast ein Gespür für die Bedürfnisse anderer und hast einen verlässlichen Freundeskreis mit lieben Menschen.

Wenn du dir die positiven Aspekte deiner Glaubenssätze bewusst machst, dann verliert er seine destruktive Macht. Du lässt dich weniger limitieren und fühlst dich nicht mehr klein und ungenügend.

3. Wandle deine Antreiber in Erlauber

Du kennst nun die positive Seite deiner Glaubenssätze. Im nächsten Schritt formulierst du sie so um, dass sie sich für dich positiv anfühlen.

  • „Sei schnell“ – “Ich arbeite konzentriert und zügig, aber ich darf mir auch Pausen gönnen und einen Gang zurückschalten.”
  • „Sei liebenswürdig“ – “Ich bin liebenswürdig, aber ich darf auch meine Meinung vertreten.”
  • „Alle anderen sind besser als ich“ – “Ich bin vollkommen ok, wenn ich etwas noch nicht kann und am Beispiel anderer darf ich wachsen.”

Nun reicht es nicht, sich den Satz schön ins Heftchen zu schreiben und zu hoffen, dass es wirkt. Glaubenssätze und Überzeugungen entstehen meist schon in unserer Kindheit. Sie hatten also viel Zeit, es sich so richtig gut bei uns einzurichten.

Deshalb: Schreibe dir deine positiven Erlauber auf Kärtchen, Post-its oder in dein Journal. So, dass du sie immer siehst oder leicht hervorholen kannst. Und dann lese und sage sie dir immer und immer wieder vor. Deine Erlauber sollen so groß und stark werden. So groß, dass sie den Platz auf dem Sofa für sich ganz alleine beanspruchen und die limitierenden Glaubenssätze eine Etage tiefer landen! 🙂

P.S.: Limitierende Glaubenssätze aufzulösen ist ein wichtiger Baustein meines Mentorings. Wenn du Fragen hast oder mich kennenlernen möchtest, dann buche einfach ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch mit mir:

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Franka

    Danke, für den kurzen und knackigen Artikel!

    1. Madeleine

      Sehr gerne, liebe Franka!
      Ich freue mich, wenn er dir – auch in der Kürze – hilft!

      Liebe Grüße
      Madeleine

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